Hotteok

Hotteok Rezept: koreanische Pfannkuchen mit Zuckerfüllung

Hotteok (호떡) sind koreanische Pfannkuchen aus Hefeteig, gefüllt mit braunem Zucker, Zimt und Nüssen. In der Pfanne schmilzt der Zucker zu einem süßen Sirup, außen wird der Teig goldbraun. In Korea sind Hotteok ein beliebtes Straßenessen, besonders im Winter. Das Rezept hier ergibt acht Stück und folgt Korean Bapsang.

Welche Zutaten brauche ich für Hotteok?

Für den Teig

  • 2 Cups (etwa 480 ml) Weizenmehl
  • ½ Cup (etwa 120 ml) Klebreismehl, macht den Teig weich und zäh
  • 1 Päckchen Trockenhefe (2¼ TL)
  • ¼ Cup (etwa 60 ml) warmes Wasser und 1 TL Zucker für die Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Öl
  • 1 bis 1¼ Cups (etwa 240 bis 300 ml) Milch oder Wasser

Für die Füllung

  • ½ Cup (etwa 120 ml) hellbrauner Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 5 EL geröstete Kerne und Nüsse, zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse oder Walnüsse, fein gehackt

Zum Braten: einige Esslöffel Öl.

Klebreismehl bekommst du im Asia-Laden. Ein Teig nur aus Weizenmehl geht laut Korean Bapsang auch, wird aber weniger zäh. Andere Rezepte nehmen deutlich mehr Klebreismehl, bis zur Hälfte der Mehlmenge.

Wie mache ich Hotteok?

  1. Verrühre die Hefe mit dem warmen Wasser und 1 TL Zucker und lass sie etwa 10 Minuten stehen.
  2. Misch Weizenmehl, Klebreismehl, Zucker und Salz. Gib Hefe, Öl und nach und nach die Milch dazu, bis ein weicher, klebriger Teig entsteht.
  3. Lass den Teig gehen, bis er sich verdoppelt hat, etwa eine Stunde oder länger. Dann zusammendrücken und noch einmal 20 bis 30 Minuten gehen lassen.
  4. Misch die Zutaten für die Füllung.
  5. Öl dir die Hände ein, nimm ein Stück Teig, drück es flach und gib etwa 1,5 EL Füllung in die Mitte. Zieh den Teig darüber und drück die Ränder fest zusammen.
  6. Erhitz einige Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze. Leg die Kugel mit der Naht nach unten in die Pfanne und drück sie mit einem geölten Pfannenwender flach.
  7. Nach etwa einer Minute wenden und braten, bis beide Seiten goldbraun sind.

Drück nicht zu fest, sonst reißt der Teig und die Füllung läuft aus. Die Hitze sollte laut Kimchimari nicht zu hoch sein, damit der Zucker innen Zeit zum Schmelzen hat. Gehackte Nüsse helfen, dass der geschmolzene Zucker im Teig bleibt. In Korea gibt es zum Flachdrücken eigene Hotteok-Pressen, ein Pfannenwender tut es aber auch.

Worauf muss ich beim Essen achten?

Die Füllung wird sehr heiß, und man verbrennt sich leicht den Mund. Kimchimari rät, Hotteok vor dem Essen ein paar Minuten abkühlen zu lassen. Früher wurde Hotteok in gefaltetem Papier verkauft, aus dem heißer Zuckersirup herauslaufen konnte. Heute bekommt man es am Straßenstand deshalb oft in einem kleinen Pappbecher.

Übrige Hotteok kannst du laut Korean Bapsang gut einfrieren und im Toaster oder in der Heißluftfritteuse aufwärmen.

Woher kommt Hotteok?

Hotteok kam mit chinesischen Einwanderern nach Korea. Nach der Encyclopedia of Korean Culture begann die Einwanderung in größerem Umfang nach einem Handelsabkommen zwischen Korea und der chinesischen Qing-Dynastie von 1882. Die erste nachgewiesene Hotteok-Bäckerei eröffnete 1889 in Seoul. 1923 gab es landesweit schon 203 solcher Läden, im Oktober 1930 waren es 1.139.

Der Name verrät die Herkunft: 호 (Ho, 胡) war in China eine abwertende Bezeichnung für Fremde aus dem Westen, etwa aus Zentralasien. Aus dieser Zeit stammt auch die koreanische Redewendung 호떡집에 불났다, wörtlich „im Hotteok-Laden brennt es“, für lautes Durcheinander.

Gebacken wurde Hotteok damals in einem Holzkohleofen. Die heute übliche, in Öl gebratene Form kam laut dem Korean Culture and Information Service erst um 1970 auf, als Speiseöl breit erhältlich wurde. Die chinesischen Hotteok-Läden verschwanden in den 1970er-Jahren nach und nach.

Welche Hotteok-Varianten gibt es?

  • Ssiat-Hotteok (씨앗호떡) aus Busan: Das Hotteok wird frittiert, am Rand aufgeschnitten und mit einer Mischung aus Kernen und Nüssen gefüllt, serviert im Pappbecher. Es soll in den 1980er-Jahren im Viertel Nampo-dong entstanden sein.
  • Yachae-Hotteok (야채호떡): eine herzhafte Variante mit Glasnudeln und Gemüse, bekannt zum Beispiel vom Namdaemun-Markt in Seoul.

Daneben gibt es viele neuere Sorten, etwa mit Grüntee, Mais oder Kimchi.

Mehr koreanisches Straßenessen zum Nachmachen findest du in unseren Rezepten für Tteokbokki und Dalgona. Snacks aus Korea zum Probieren gibt es in unserer Kategorie Korea.

Quellen

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