Rezept für Kimchi auf Geotjeori-Art: Ein schneller und einfacher Weg, Kimchi selbst herzustellen

Muss man für selbst gemachten Kimchi wirklich fast einen ganzen Tag einplanen? Auf Geotjeori-Art nicht: Da brauchst du nur rund zwei Stunden, und es kommt trotzdem echter Kimchi dabei heraus.

Kimchi in der koreanischen Küche

Kimchi ist aus der koreanischen Küche nicht wegzudenken: Man kann ihn als Beilage essen, aber auch unzählige weitere Gerichte daraus herstellen. Sehr beliebt sind in Korea zum Beispiel Kimchi-Eintopf (김치찌개), Kimchi-Pfannkuchen (김치전) oder Kimchi-Maultaschen (김치만두).

Varianten und Vergleich mit Sauerkraut

Kimchi gibt es in hunderten Varianten, die sich vor allem im verwendeten Gemüse unterscheiden: Meistens ist es Kohl, manchmal aber auch Rettich, Lauch, Frühlingszwiebeln und anderes Gemüse. Bei vielen Varianten wird das Gemüse zusammen mit Chili fermentiert, so dass viele Kimchi-Sorten sehr scharf sind. Das deutsche Sauerkraut ist dem Kimchi übrigens relativ ähnlich, da es ebenfalls durch das Fermentieren von Kohl entsteht.

Traditionelle Lagerung und moderne Methoden

Kimchi wurde ursprünglich in Tongefäßen im Boden gelagert: Im Winter war er so vor der Kälte geschützt, im Sommer blieb es dort kühl genug, um den Fermentierungsprozess zu verlangsamen. Heutzutage werden aber üblicherweise sogenannte Kimchi-Kühlschränke für die Lagerung verwendet. Wenn du also einen koreanischen Haushalt besuchst, wirst du feststellen, dass dieser für gewöhnlich über zwei Kühlschränke verfügt: einen für normale Lebensmittel und einen für Kimchi!

Einfaches Kimchi-Rezept: Geotjeori-Art

Wir haben für dich ein Rezept entwickelt, mit dem du Kimchi auf eine sehr einfache Art herstellen kannst: So brauchst du dafür nur ca. zwei Stunden statt fast 20 Stunden wie bei der komplexeren Variante. Die Koreaner nennen dies die Geotjeori-Art. Auf diese Weise hergestellter Kimchi kann nicht ganz so lange fermentiert werden wie normaler Kimchi (Geotjeori bedeutet auf Koreanisch einfach „oberflächlich fermentiert“) und schmeckt daher knackiger; aufbewahren lässt er sich allerdings nicht so lange. Er ist aber trotzdem echter Kimchi, der auch in Korea gerne gegessen wird.

Zutaten und Materialien

Das meiste bekommst du im Supermarkt; für das koreanische Chiliflocken-Pulver, die Fischsoße und den Doenjang lohnt sich der Asia-Laden oder ein Blick in unser koreanisches Sortiment.

Du brauchst diese Zutaten:

  • 1 Selleriekohl (auch Chinakohl genannt)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Karotte
  • 30g grob gekörntes Meersalz
  • 200ml Wasser

Für die Soße:

  • 10 geriebene Knoblauchzehen
  • 10g geriebener Ingwer
  • ½ Zwiebel
  • 50ml Fischsoße (alternativ für veganes Kimchi: 10ml Sojasoße & 30ml Doenjang)
  • 50g-60g Zucker (je nach Geschmack)
  • 40g koreanisches Chiliflocken-Pulver

Materialien:

  • Große Schüssel mit Deckel
  • Stabmixer inkl. hohes Rührgefäß
  • Gemüsereibe
  • Salatschleuder
  • Einmachglas

Zubereitungsschritte

1) Halbiere den Selleriekohl längs, dann halbiere die Hälften erneut (so dass Viertel entstehen).
2) Schneide die Selleriekohl-Viertel längs und etwas schräg in ca. 4cm breite Streifen.

3) Lege den Selleriekohl in die Schüssel und streue das Salz darüber. Dann füge das Wasser hinzu und vermische alles gut miteinander.
4) Verschließe die Schüssel und schüttle alles gut durch. Lasse sie 30min ruhen, dann schüttle erneut alles durch. Wiederhole dies noch zwei Mal (insgesamt also 1 Stunde 30 Minuten Ruhezeit).

5) Fahre während der Ruhezeit mit der Soße fort:
Lege Knoblauch, Ingwer, Zwiebel, Fischsoße und Zucker in das Rührgefäß und püriere alles fein. Erst danach darfst du das Chiliflocken-Pulver hinzufügen und alles noch einmal gut durchmischen.
Falls du veganes Kimchi machen willst, ersetze die Fischsoße durch Sojasoße und Doenjang.

6) Halbiere die Frühlingszwiebeln einmal längs und schneide sie dann in ca. 5cm lange Stücke. Reibe die Karotte mit einer Gemüsereibe auf mittlerer Stärke oder schneide sie in dünne Stifte.

7) Wasche den Selleriekohl nach Ende der Einwirkzeit gründlich ab und entferne danach so viel Wasser wie möglich. Am besten nutzt du dazu eine Salatschleuder.

8) Füge die Frühlingszwiebeln, die Karotten und die Soße zu dem Selleriekohl hinzu und vermische alles gut.

9) Du kannst den Kimchi jetzt bereits genießen. Dekoriere ihn dazu mit etwas Sesamsamen. So schmeckt der Kimchi sehr frisch!
10) Alternativ füllst du ihn in ein Einmachglas und bewahrst ihn im Kühlschrank auf. Beachte dazu unsere Hinweise zum Fermentieren unten.

11) Nach einem Monat Wartezeit ist es so weit: Dein Kimchi ist fermentiert und kann entweder als Beilage roh gegessen werden oder als Grundlage für weitere Gerichte wie Kimchi-Pfannkuchen oder Kimchi-Eintopf dienen. Diese Sorte Kimchi solltest du nicht länger als zwei Monate fermentieren lassen: Durch den noch relativ hohen Wassergehalt im Kohl wird er sonst sehr wässrig und schmeckt nicht mehr so gut.

Wenn du beim nächsten Mal mehr Zeit hast, lohnt sich der Vergleich mit klassisch eingelegtem Kimchi: Der darf länger fermentieren und hält sich auch länger. Und wenn du dich weiter durch die koreanische Küche kochen willst, stecken in der Dosirak-Kochbox zehn Zutaten und ein Kochbuch mit 25 Rezepten.

Dschihä
Dschihä

Dschihä
Hallo, ich bin Dschihä, Mitgründerin von Viamundi. Ich komme aus Korea und bin seit über 5 Jahren mit meinem deutschen Mann Philipp verheiratet. Zusammen haben wir eine 3-jährige Tochter. Wir lieben den kulturellen Austausch und daraus entstand die Idee für unsere Lebensmittel-Überraschungsboxen aus fremden Ländern!

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